Erneuerung der maschinellen Schlammentwässerungsanlagen zur Senkung von CO2-Emissionen

Jährlich fallen auf der Kläranlage Briest vieleTonnen Klärschlamm an. Dieser entsteht als Abfallprodukt der biologischen Abwasserreinigung und ist eine Mischung aus Wasser und Feststoffen. Klärschlamm wurde früher häufig als Dünger auf Äckern aufgebracht, wird heute jedoch zunehmend verbrannt. Die Kapazitäten der thermischen Verwertungsanlagen sind jedoch begrenzt, so dass teilweise weite Transportwege in Kauf genommen werden müssen. Deshalb zählt jede Tonne, die eingespart werden kann. Zu diesem Zweck kommen die neuen Dekanteranlagen zum Einsatz: zwei große Zentrifugen schleudern den Schlamm mit 3.500 Umdrehungen pro Minute. Auf diese Weise wird mithilfe eines polymeren Flockungsmittels der Wassergehalt des Schlamms von 97 auf bis zu 75 Prozent reduziert. Der Klärschlamm wird also effektiv entwässert, wodurch sich die vorhandene Schlammmenge reduziert. Hierdurch sinken die Entsorgungskosten sowie der Kohlendioxidausstoß im Vergleich zur alten Maschinentechnik aus dem Jahr 1997 um mehr als 10 %.

Diese Maßnahme wird unterstützt aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Brandenburg.

Steigerung der Energieeffizienz durch den Austausch von Pumpen am Hauptpumpwerk Rosa-Luxemburg-Allee

Die neu zu verbauenden Pumpen haben im Vergleich zu den Bestandspumpen ein leicht erhöhtes maximales Fördervolumen. Gleichzeitig fällt die Stromaufnahme bei Volllast knapp 60% geringer aus. Da die Menge des zu fördernden Abwassers unverändert bleibt, kann somit von einer Energie- und somit auch Treibhausgaseinsparung von ca. 60% ausgegangen werden. Die Pumpen sind derzeit durchschnittlich 2,4 Stunden am Tag unter Volllast in Betrieb. Durch den Energieverbrauch werden durch den Betrieb ca. 20 t/a CO2 freigesetzt. Durch die geplante Maßnahme kann der Stromverbrauch in beträchtlichem Maß gesenkt werden, wodurch der CO2-Ausstoß auf ca. 8,4 t/a sinkt.

Die Maßnahme wird unterstützt aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Brandenburg.